Deutsche Kommunistische Partei
» Start » Diskussion

Antrag 2
der Kreisorganisation Neckar-Fils
an die Zweite Tagung
des 17. Parteitags

Der Parteitag möge beschließen, den Programmentwurf an folgender Passage zu ändern. Im Programmteil I. Imperialismus heute beginnt der Abschnitt Die Europäische Union mit folgendem neuen Absatz:

Die Europäische Union (EU) ist - wie schon Lenin voraussah - ein reaktionäres Bündnis der in diesem Teil Europas herrschenden imperialistischen Kräfte. Es war von Anfang an nicht als Instrument der Völkerverständigung und Friedenssicherung gedacht, sondern als Vereinen wirtschaftlicher Potenzen zur Profitsteigerung sowie als Bollwerk und Speerspitze gegen den Sozialismus. Dabei stand die Kooperation des deutschen und des französischen Imperialismus im Mittelpunkt, die stets auch vom Gieren des deutschen Imperialismus nach Teilhabe an den französischen Atomwaffen im Rahmen einer "Europäischen Verteidigungsgemeinschaft" begleitet war. Dieser Prozess begann mit der Montanunion, der die Komplizenschaft Adenauers, Schumanns und de Gasperis samt den Römischen Verträgen folgte. Er entwickelte sich über die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) zur Europäischen Gemeinschaft und schließlich zur EU. Neuer Höhepunkt imperialistischer europäischer Komplizenschaft ist eine EU-Verfassung, die Neoliberalismus, wirtschaftlicher und politischer Expansion, ständig zu steigernder Aufrüstung sowie Interventionen und Kriegseinsätzen Verfassungsrang verleihen soll.


Es folgt dann der ganze bisherige Text dieses Abschnitts. Bis auf den letzten, dreizeiligen Absatz, den über den "Dritten Weg" etc. Er hängt, noch dazu ungenügend behandelt in der Luft und ist hier wohl überflüssig!

Begründung:

Es erscheint uns wichtig, gleich zu Beginn des Abschnitts die EU eindeutig zu charakterisieren.

Beschlossen von der KMV Neckar-Fils in Esslingen am 9.11.2005


5.12.2005
© Deutsche Kommunistische Partei (DKP), Baden-Württemberg