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Aufruf zur bundesweiten Demonstration
Samstag, 25.3.2006, 12 Uhr,
Karlsruhe Kronenplatz
Seit Anfang des Jahres 2004 wird dem Heidelberger Realschullehrer Michael
Csaszkóczy aus politischen Gründen die Einstellung in den
Schuldienst des Landes Baden-Württemberg verweigert. Im September 2005 hat
sich Hessen dieser Maßnahme angeschlossen und Csaszkóczy eine
bereits zugesagte Stelle verweigert.
Über mehr als 12 Jahre hinweg wurde Csaszkóczy vom
Verfassungsschutz überwacht. Für das Berufsverbot ausschlaggebend war
seine Mitgliedschaft in der Antifaschistischen Initiative Heidelberg, von der
er nicht bereit war, sich zu distanzieren. Damit wird die grundrechtswidrige
Berufsverbotspraxis der BRD aus den 70er Jahren wiederbelebt, die der
Europäische Gerichtshof für Menschenrechte 1995 als Verstoß
gegen Europäische Menschenrechtskonvention verurteilt hat. Wir
protestieren gegen die staatliche Bespitzelung und Einschüchterung, die
sie potentiell gegen alle emanzipatorischen und politisch unbequemen
Bestrebungen richtet. Berufsverbote verstoßen gegen die Menschenrechte
und schaffen ein Klima der politischen Einschüchterung.
Wir fordern die Einstellung und Rehabilitierung Michael Csaszkóczys
und die Abschaffung der gesetzlichen Grundlagen der Berufsverbote.
GEW Hessen,
GEW Baden-Württemberg,
Solidaritätskomitee gegen das Berufsverbot.
dieser Aufruf wird unterstützt von
Rote Hilfe e.V. Bundesvorstand
VVN/BdA Baden-Württemberg
DKP Hessen
DKP Baden-Württemberg
Deutscher Freidenker-Verband Baden-Württemberg
Antifaschistische Initiative Heidelberg
Organisierte Linke Karlsruhe
DKP Ortsgruppe Heidelberg
Deutscher Freidenker-Verband Ortsgruppe Heidelberg
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