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DKP zum 1. Mai 2007
Wer sich nicht wehrt - lebt verkehrt!
Zum 1. Mai 2007 erleben wir die konkreten Folgen der Politik von Kapital und
Kabinett: Wer arm ist, lebt im Durchschnitt zehn Jahre weniger als der
Reiche.
Ist es etwa gerechtfertigt, dass der Chef der Deutschen Bank, Ackermann -
der erneut 5.000 Kolleginnen und Kollegen auf die Straße setzt -13,6
Millionen Euro im Jahr verdient?
Solidarität ist eine große Kraft und sie
wächst in dem Maße, wie wir fähig sind,
solidarisch und gemeinsam zu kämpfen !
Ist es gerecht, dass besonders Hauptschülerinnen und Hauptschüler
keine Aussicht auf Lehrstellen und Arbeitsplätze haben, während die
Lebensarbeitszeit auf 67 Lebensjahre erhöht wurde?
Was hat es mit Gerechtigkeit zu tun, wenn sich Vorstände und Manager
großer Unternehmen ihre Bezüge im zweistelligen Prozentbereich
erhöhen und im gleichen Atemzug Lohnforderungen von 6,5 Prozent als
völlig "realitätsfremd" bezeichnen?
Viele arbeitende und arbeitslose Menschen, Jugendliche, Frauen und Rentner
empfinden diese Entwicklung als ungerecht. Zwei Drittel der Bevölkerung
meinen dies. Und ebenso groß ist die Ablehnung des Einsatzes deutscher
Tornado-Flugzeuge in Afghanistan und von Bundeswehrsoldaten in aller Welt.
Zum 1. Mai stellen viele erneut fest: Die Meinungen und Forderungen der
Mehrheit haben keine Möglichkeit, sich in politischen Entscheidungen
durchzusetzen. Vertreter der Großen Koalition brüsten sich sogar
damit, dass politische Entscheidungen auch gegen "Stimmungen" und
gegen eine Mehrheit der Bevölkerung getroffen werden müssten. Welch
ein Demokratieverständnis!
Durch parlamentarische Entscheidungen wird es keinen Bruch mit dem
neoliberalen Politikkonzept geben. Entscheidend ist und bleibt die Stärke,
Kampfbereitschaft und Durchsetzungsfähigkeit der
außerparlamentarischen Bewegung - und hier zählt insbesondere die
Kampfentschlossenheit der Gewerkschaften und der Belegschaften in
Großbetrieben. Dies zeigt auch die Praxis: Schon zweimal haben die
Hafenarbeiter im EU-Europa verhindert, dass Hafenarbeit aus Tarifverträgen
gelöst und der Willkür von Unternehmensentscheidungen unterworfen
wird. Es ist eben so: Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat
schon verloren.
In der Gesellschaft muss endlich die Würde des Menschen geachtet und
Gerechtigkeit durchgesetzt werden. Dies kann es nur geben, wenn die Macht des
Großkapitals entscheidend eingeschränkt wird, denn Eigentum
verpflichtet. Die Vorstände von Siemens, Daimler Chrysler, Telekom,
Volkswagen, Bayer, der Deutschen Bank und anderer sollten nicht mehr
darüber bestimmen dürfen, wie das Sozialsystem, die Bildungspolitik,
das Gesundheitswesen und andere gesellschaftliche Bereiche gestaltet werden.
Nicht den Interessen der Ackermann & Co., sondern denen der
übergroßen Mehrheit der Bevölkerung muss in
Regierungsentscheidungen Rechnung getragen werden.
Der 1. Mai ist zugleich ein internationaler Kampftag. Gemeinsam mit den
Kolleginnen und Kollegen in der Europäischen Union geht es um
Solidarität gegen die EU der Banken und Monopole sowie gegen die
Europäische Verfassung. Gemeinsam mit vielen Freunden aus aller Welt geht
es am 2. Juni und den darauf folgenden Tagen in Heiligendamm gegen das Treffen
der selbsternannten Weltregierung G8.
Wir Kommunistinnen und Kommunisten sind solidarisch mit den progressiven
Prozessen in Venezuela, Bolivien, Ecuador und anderen lateinamerikanischen
Ländern. Wir sind solidarisch mit dem sozialistischen Kuba und fordern
Schluss mit der Blockade!
Solidarität ist eine große Kraft und sie wächst in dem
Maße, wie wir fähig sind, solidarisch und gemeinsam zu
kämpfen.
Lasst uns daher gemeinsam auf dem großen Fest der Solidarität,
das große Fest der Linken, das UZ-Pressefest - Volksfest der DKP vom 22.
- 24. Juni 2007 in Dortmund feiern.
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