Wir über uns
Wer die Welt verändern will, muss sie erkennen.
Wer sich befreien will, braucht Genossen.
Wer Kraft entfalten will, muß sich organisieren.
Wer ein freies, menschliches Leben erringen,
die Zukunft gewinnen will, muß kämpfen.
Die Deutsche Kommunistische Partei
hat sich nicht um ihrer selbst Willen gebildet.
Sie dient der Arbeiterklasse und dem Volk.
Sie wirkt mit den Arbeitern für die Arbeiter,
mit der Jugend für die Jugend,
mit dem Volk für das Volk.
Mit der DKP und in der DKP
für soziale Gerechtigkeit,
Demokratie und Frieden!
Lob des Kommunismus
Er ist vernünftig, jeder versteht ihn. Er ist leicht.
Du bist doch kein Ausbeuter, du kannst ihn begreifen.
Er ist gut für dich, erkundige dich nach ihm.
Die Dummköpfe nennen ihn dumm, und die Schmutzigen nennen ihn
schmutzig.
Er ist gegen den Schmutz und gegen die Dummheit.
Die Ausbeuter nennen ihn ein Verbrechen.
Aber wir wissen:
Er ist das Ende der Verbrechen.
Er ist keine Tollheit, sondern
Das Ende der Tollheit.
Er ist nicht das Chaos
Sondern die Ordnung.
Er ist das Einfache
Das schwer zu machen ist.
Bertolt Brecht
Einige Daten
Die 1968 gegründete DKP steht in der Tradition der KPD, die Adenauer
zwölf Jahre zuvor verbieten ließ. Das Ende des Sozialismus in Europa
war auch für uns ein tiefer Einschnitt, von dem wir uns allmählich
wieder berappeln. Die DKP hat heute in Ost und West knapp 5000 Mitglieder, in
den letzten Jahren nimmt die Zahl der Neueintritte vor allem Jüngerer
zu.
Ziel der DKP ist letztlich eine sozialistische Welt, in der Ausbeutung und
Krieg abgeschafft sind. Wer sich gegen den Abbau demokratischer und sozialer
Rechte und für eine friedliche Welt einsetzen will, findet seine
Mitstreiter in der DKP.
Der Parteivorstand hat seinen Sitz in Essen, Parteivorsitzender ist Heinz
Stehr. Die DKP gibt die Wochenzeitung "Unsere Zeit" heraus, in dem
mit uns befreundeten Verlag "Neue Impulse", über den man auch
Literatur aller Art beziehen kann, erscheint die theoretische
Zweimonatszeitschrift "Marxistische Blätter". Darüber
hinaus gibt es zahlreiche Betriebs- und Stadtteilzeitungen.
Die DKP arbeitet eng mit der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ)
und der Assoziation Marxistischer Studenten (AMS) zusammen. Nahe stehen uns
auch die "Marx-Engels-Stiftung" in Wuppertal und die
"Ernst-Thälmann-Gedenkstätte" in Hamburg, beide
veranstalten wissenschaftliche Tagungen. Die "Karl-Liebknecht-Schule"
in Leverkusen bietet Seminare, Diskussionsforen und - mit
Internetunterstützung - Fernlehrgänge in Sachen Marxismus an.
Und bevor jemand meint, Kommunisten seien bierernst: Alle zwei Jahre gibt es
das UZ-Pressefest, das größte Volksfest der Linken in Deutschland.
Im Juni 2005 ist es wieder so weit!
Sieben Vorurteile
- Kommunisten sind unbelehrbar
Da ist was dran. Von denen, die Arbeitsplätze abbauen, Löhne
drücken und Kriege anzetteln, lassen wir uns einfach nicht belehren. Wohl
aber von wissenschaftlichen Erkenntnissen, von der politischen Praxis. Und
deswegen wird in der DKP oft diskutiert, dass die Fetzen fliegen.
- Kommunisten nehmen der Oma ihr kleines Häuschen weg
Grundfalsch. Machen wir garantiert nicht. Das machen die Sparkassen und Banken.
Und deswegen wollen wir denen eins auf die Finger geben, damit die Oma ihr
kleines Häuschen behält.
- Kommunisten schielen doch auch nur darauf, über die Politik an
einträgliche Pöstchen zu kommen
Ebenfalls daneben. Wir sind rot, nicht grün oder rosa. Und wir
heißen auch nicht PDS. Wer Kommunist wird, hat eher die Chance, aus
politischen Gründen im Knast zu landen als dicke Gelder nach BAT zu
kassieren. Wer gesellschaftliche Karriere machen will, sollte besser die Finger
von der DKP lassen.
- In der DKP gibt es keine Demokratie, der Parteivorstand entscheidet
letztlich alles
Auch verkehrt. Die DKP ist demokratisch, unsere Mitgliederversammlungen sind
öffentlich, alle Vorstände und Parteitagsdelegierten werden
gewählt. (Könnt Ihr nachprüfen!) Bei Kommunistens ist es
allerdings nicht üblich, sich aus persönlichem Ehrgeiz in politische
Ämter zu drängen. Und wenn wir mit einer Vorstandsentscheidung
unzufrieden sind, dann sagen wir das auch.
Und wer den Quatsch aufgebracht hat, Kommunisten seien autoritär und
diskussionsunfähig, ist uns schleierhaft. Bei uns wird so lange diskutiert,
bis ein gemeinsamer Beschluss gefunden ist. Und jedes Parteimitglied vertritt
diesen Beschluss nach außen. Basta!
- Kommunisten sind von gestern
Aber klar doch: die kommunistische Bewegung ist jetzt über 150 Jahre alt.
Seitdem stehen wir in fast allen Ländern dieser Welt an der vordersten
Front: in sozialen Bewegungen, bei Streiks und wenn es nicht anders geht, auch
in bewaffneten Aufständen. Seit 150 Jahren überprüfen wir immer
wieder unsere Standpunkte und analysieren die gesellschaftliche und politische
Entwicklung. Nur weil wir von "gestern" sind, können wir
aufgrund unserer geschichtlichen Erfahrung die Probleme von heute erfassen und
nach Gegenwehr suchen.
- Die DKP lehnt den Parlamentarismus ab -
Die DKP setzt auf den Parlamentarismus
Für diesen Widerspruch können wir nichts. Bürgerliche Politiker
und Journalisten werfen uns vor, wir seien gegen den Parlamentarismus.
Anarchisten und halbintellektuelle Tresen-Linke hingegen beschuldigen uns, wir
seien für den Parlamentarismus. Also was denn jetzt?
Noch einmal: Für uns ist die Arbeit in Parlamenten ein Aspekt des
politischen Kampfes - gesellschaftliche Veränderungen lassen sich letztlich
nur durch die Aktivität der Bevölkerung durchsetzen. Und deswegen
setzen wir auf die außerparlamentarische Bewegung. Und wenn wir meinen,
politisch etwas bewegen zu können, schrecken wir auch vor einer Kandidatur
zu Wahlen nicht zurück.
- Ist ja ganz nett, was die Kommunisten wollen, aber leider nicht
realisierbar
"Seien wir realistisch. Versuchen wir das Unmögliche!" sagte Che
Guevara. Wenn die kubanischen Revolutionäre sich dieses Vorurteil zu eigen
gemacht hätten, würden die Enkel des Diktators Batista immer noch
Kuba ausbeuten, Havanna wäre immer noch der Puff der USA, und die
Zuckerrohrarbeiter würden immer noch hungern. Vor Rückschlägen
kann die Menschheit nie sicher sein - dass Veränderungen aber möglich
sind, zeigt die Geschichte der Revolutionen. Und wir lernen aus unseren
Fehlern!
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10.03.2010
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